Stetten am kalten Markt, 28.09.2018, von Dirk.U

Fachgruppen Ortung bei der landesweiten Übung auf dem Truppenübungsplatz in Stetten a.k.M.

Bereits mehrmals nutzen verschiedene Fachgruppen das Gelände der Alb-Kaserne in Stetten am kalten Markt. Doch diesmal wurden auch die Fachgruppen Ortung aus Backnang, Bühl, Tübingen und natürlich unsere eigene aus Heidelberg einbezogen. Der OV Breisach führte zusätzlich die ULFs (im normalen Sprachgebrauch Drohne) mit. Und so ging es am 28.09.2018 über das Wochenende zu einer landesweiten Übung gemeinsam mit den weiteren Fachgruppen Räumen, Sprengen, Führung & Kommunikation, den Weitverkehrstrupps und dem Einsatzstellensicherungssystem nach Stetten am kalten Markt.

Unter der Gesamtleitung von Philipp Kopp, Bsb Ehrenamt und Ausbildung der THW Regionalstelle Tübingen, trafen sich über 300 Einsatzkräfte – und 13 Hunde. Bedingt durch den Freitagnachmittag-Verkehr auf den Autobahnen kamen einige OVs recht spät, so dass es erst 22:00 h Abendessen gab. Quizfrage: Welche Fachgruppe stand als erstes an der Essensausgabe? Wer genau? So war auf jeden Fall genug Zeit für unsere 7 Helfer und Führungskräfte der FGr Ortung, gemeinsam ihre Stube zu beziehen und sich mit den Hunden die Beine und Pfoten zu vertreten.

Am Samstagvormittag startete die eigentliche Einsatzübung. Lage: Beim Tag der offenen Tür auf dem Truppenübungsplatz ereignete sich eine Explosion. Eine unbekannte Anzahl an Personen galt als vermisst. Das Suchgebiet umfasste über 240.000 qm, da war eine Aufteilung zwischen den einzelnen Ortungsgruppen wichtig. In 3er-Teams wurde das jeweilige Suchgebiet zunächst erkundet, skizziert, danach starteten die Suchen. An dieser Stelle vielen Dank an die THW-Jugend, die die „Opfer-Rollen“ übernahmen, doch leider auch mal von Menschen und nicht – wie von ihnen gehofft – von Hunden gefunden wurden. Schnell wurde hierbei auch festgestellt, dass bei den morgendlichen Temperaturen in Stetten längere Liegezeiten doch recht frisch werden können. Vorsorglich wurden deshalb einige Kids aus ihren Verstecken geholt, bevor die Teams ihr Suchgebiet freigegeben hatten.

Der Nachmittag stand dann zur OV-übergreifenden Ausbildung zur Verfügung. Dafür verlegten die Fachgruppen Ortung in einer Verbandsfahrt in das Schotterwerk der Teufel GmbH & Co.KG in Straßberg. Nach Aufteilung in die Bereiche Trümmer- und Flächensuche wurden hier von allen 13 Hunden verschiedene, auch für die Hundeführer unbekannte Verstecke ausgearbeitet. Zum Abschluss konnten dann Interessierte den Steinbruch hochfahren, um dort dem finalen Übungsende der Fachgruppe Sprengen zuzuschauen.

Der Abend endete in geselliger Runde in der Kantine, wo u.a. Luftaufnahmen der Drohne gezeigt wurden und die Möglichkeit bestand, Philipp Kopp ein unmittelbares Feedback zu geben.

Fast traurig war unsere Fachgruppe, dass für Sonntagmorgen keine Übung mehr angesetzt war. Doch die Bundeswehr feierte an diesem Wochenende mit einem Tag der offenen Tür (wir denken an unsere Einsatzlage!) und einem Großen Zapfenstreich das 60-jährige Bestehen des Artilleriebataillons 295 in der Stettener Albkaserne mit tausenden Besuchern.
Wir bedanken uns insofern nochmals bei Philipp Kopp für sein riesen Engagement anlässlich dieser Übung, bei der Bundeswehr für die Bereitstellung Ihres Geländes und ihrer Unterkünfte und bei der Firma Teufel GmbH & Co.KG, deren Geschäftsführer jedem OV angeboten hat, wieder einmal vorbei zuschauen. Der OV Heidelberg wird dieses Angebot sicherlich annehmen!


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