Oberhausen-Rheinhausen, 24.03.2018, von Felix Ritschel

Ausbildung der Kraftfahrer

Ausgedehnte Kolonnenfahrt des Ortsverbandes Oberhausen-Rheinhausen durch den Kraichgau zur Ausbildung der Kraftfahrer.

Oberhausen-Rheinhausen - Fahren will gelernt sein! - Das gilt nicht nur für das Fahren von Pkw im privaten Bereich, sondern vor allem auch für die Einsatzfahrzeuge beim Technischen Hilfswerk. Da die wenigsten einen Lastkraftwagen oder einen Kleintransporter in der heimischen Garage stehen haben, ist eine kontinuierliche Ausbildung an den Fahrzeugen besonders wichtig. Denn im Einsatzfall sollte jeder Handgriff sitzen, damit die Helfer sicher an den Einsatzort gelangen, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst zu gefährden.

Aus diesem Grund finden seit mehreren Jahren bereits spezielle Fahrsicherheitstrainings in Zusammenarbeit mit dem ADAC und der DEKRA statt, welche sich speziell mit dem Führen von Einsatzfahrzeugen des THW beschäftigen. An diesen intensiven Trainings nehmen unsere Kraftfahrer bereits regelmäßig teil und können auf diese Weise ihr fahrerisches Können weiter ausbauen. Da diese Ausbildungen allerdings auf abgesperrtem Gelände durchgeführt werden, ist eine Ausbildung unter realen Bedingungen im laufenden Straßenverkehr zusätzlich sinnvoll.

Diese zusätzliche Ausbildung gab es darum am vergangenen Samstag, bei welcher eine Kolonnenfahrt im Kraichgau durchgeführt wurde. Das Fahren in einer Kolonne kommt neben einer regulären Einsatzfahrt beim THW häufig zum Einsatz, da Einsatzstellen nicht selten weiter entfernt liegen und die Einheiten auf diese Weise gebündelt und koordiniert den Einsatzort erreichen können. Unter einer Kolonne bzw. einem Verband versteht man hierbei den Zusammenschluss mehrerer Fahrzeuge, welche bei den meisten Hilfsorganisationen dann durch blaue Flaggen gekennzeichnet werden. Den Abschluss der Kolonne bildet das Fahrzeug, welches als Einziges eine grüne Flagge trägt. Formal gesehen gilt ein so gekennzeichneter Verband als ein einziges Fahrzeug, unabhängig von der Anzahl der Fahrzeuge innerhalb des Verbandes. Dies bedeutet deswegen auch, dass eine Kolonne von anderen Verkehrsteilnehmern nur im Ganzen überholt werden darf oder dass nach dem Einfahren des ersten Fahrzeuges eines Verbandes in einen Kreuzungsbereich die restlichen Fahrzeuge direkt folgen dürfen - auch wenn die Ampel nach dem ersten Fahrzeug auf Rot schaltet.

Da die Erfahrungen gezeigt haben, dass andere Verkehrsteilnehmer aufgrund des seltenen Auftretens von Kolonnen häufig Probleme und Unsicherheiten zeigen, wenn sie einer solchen Kolonne begegnen, ist die Ausbildung der Kraftfahrer im THW besonders wichtig. So werden sie auf das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmern vorbereitet und können in vielen Situationen besser auf deren Verhalten reagieren.

Am Samstag führte uns die Übungsfahrt etwa 150 Kilometer über Bundes- und Landstraßen durch den Kraichgau. Mit sechs Einsatzfahrzeugen, teilweise mit Anhängern, konnte das Fahren in Kolonne geübt werden. Bei regelmäßigen technischen Halten konnten die Fahrer ebenfalls die Fahrzeuge wechseln und so die Eigenheiten und Unterschiede dieser kennenlernen. Zum Abschluss folgten in Oberhausen-Rheinhausen verschiedene Rangier- und Einparkübungen mit den Gespannen. Unser Zugführer Michael Baumann zeigte sich in seiner Funktion als Bereichsausbilder für die Kraftfahrer im THW sehr zufrieden mit der Leistung seiner Helfer.


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