Achern, 02.07.2018, von Michael Freiberg

Orkantief Achille fordert Einsatzkräfte

„Nach aktuellen Informationen des Deutschen Wetterdienstes wird ab dem 30.06.2018 mit einem Orkantief im mittleren Ortenaukreis gerechnet. Es drohen örtliche Starkregenfälle sowie plötzlich auftretende starke Windböen. Das THW Heidelberg, THW Neunkirchen Baden und THW Oberhausen-Rheinhausen errichten ab dem 29.06.2018 einen Bereitstellungsraum im nördlichen Ortenaukreis und führen weitere anrückende Kräfte diesem Bereitstellungsraum zu.“ -so lautete es im Übungseinsatzbefehl.

Am Freitag, den 29.06.2018, machten sich 60 Helferinnen und Helfer der THW Ortsverbände Neunkirchen, Oberhausen-Rheinhausen und Heidelberg deshalb auf den Weg nach Achern zur 3-Tages-Übung. Empfangen wurden die Einheiten vom bereits angerückten Zugtrupp aus Heidelberg, der den Meldekopf am Bereitstellungsraum des Übungsgeländes stellte. Alle Helferinnen und Helfer begannen nach Ankunft mit dem Aufbau der Schlafzelte, der Verpflegungsstelle und richteten das „Camp“ her. Der erste Abend klang im Anschluss beim gemeinsamen Abendessen und netten Gesprächen aus. Am nächsten Morgen begann der Übungstag gegen 08:30 Uhr mit dem Frühstück. Da die Sonne bereits morgens schon sehr aktiv war, war Sonnenschutz der wichtigste Begleiter für den Tag. Gegen 09:30 Uhr wurden die ersten Einheiten aus dem Bereitstellungsraum durch die Einsatzabschnittsleitung (EAL) abgerufen. Die Zugtrupps erkundeten die Lage vor Ort und riefen dann ihre Einheiten aus dem Bereitstellungraum ab. Für das THW Heidelberg waren das die 1. und 2. Bergungsgruppen sowie die Fachgruppe Ortung (Rettungshunde).

Die verschiedenen Einsatzszenarien für die Ortsverbände waren: Verkehrsunfälle mit insgesamt drei verletzten Personen, Retten einer verletzten Person vom Dache eines Güterwaggons, Aufgleisen zweier Güterwaggons, Verletztentransport, Suche mehrerer vermisster Personen sowie Absicherung einsturzgefährdeter Gebäude.

Für alle Einsatzkräfte waren dies gute Herausforderungen, besonders durch die enorme Hitze. Die Übungsleitung war aber auch darauf bestens vorbereitet und versorgte im Stundentakt mit kühlen Getränken. Unterstützung erhielten wir während der Übung auch durch die Malteser Offenburg. Sie standen den Einsatzkräften nicht nur im Notfall zur Verfügung, sondern wurden in einige Einsatzszenarien aktiv eingebunden, so wie eben auch im echten Leben der Rettungsdienst bei unseren Einstätzen mitarbeiten würde. Dies war auch für unsere Helferinnen und Helfer eine interessante und einsatzrealistische Erfahrung. Alle Einsatzstellen wurden professionell abgearbeitet. Auch das Aufgleisen zweier Güterwaggons, welches bis dato noch keiner der Übungsteilnehmer durchgeführt hatte, stellte für die Bergungsgruppen keine größere Herausforderung dar.

 

Gegen 17:00 Uhr waren alle Einsatzstellen abgearbeitet und der Abend fand seinen Ausklang beim Grillen und kühlen Getränken. Die Übungsleitung hatte sich aber noch eine kleine Teamaufgabe ausgedacht. So hatten die Helferinnen und Helfer der drei Ortsverbände eine halbe Stunde Zeit, diese aus drei Rätseln bestehende Denkaufgabe bestmöglich zu lösen. Hier war das Wissen aus allen Fachgruppen gefragt. Den Sieg konnte der Ortsverband Heidelberg für sich verzeichnen.

 

Ausrichter der diesjährigen, traditionell stattfindenden 3-Tages Übung war der Ortsverband Heidelberg. Hier war federführend unser Ausbildungsbeauftragter Stefan, gemeinsam mit seinem Projektteam, mit der Planung und Organisation betraut. Wir können an dieser Stelle diesem Team nur unseren Respekt und unsere Anerkennung für diese großartige Leistung zum Ausdruck bringen. Es fehlte uns in den drei Tagen an nichts und die Übung hat allen enorm viel Spaß gemacht!

 

Keiner der Teilnehmer, auch aus Heidelberg, wusste was ihn erwarten wird. Und mit den Erkenntnissen der Übung können unsere Einsatzkräfte weiter ihre Arbeit optimieren und verbessern, um im Ernstfall für alles gewappnet zu sein.


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