02.02.2019, von MF

Wenn bei einer Übung der Ernstfall eintritt

Am vergangenen Wochenende fand eine Übungseinheit "Flächensuche" der Fachgruppe Ortung statt.

Nachdem der Samstag für die Stadt Heidelberg mit einem – zum Glück im Nachgang nicht allzu dramatischen – Chemieunfall in Wieblingen begann, war das Unglück, welches die Fachgruppe Ortung und ihren Zugführer ab neun Uhr in den Schriesheimer Wald führte, zum Glück nur inszeniert. Das Übungsszenario lautete: Mehrere vermisste Jugendliche, die vermutlich lebensgefährliche Drogen eingenommen hatten, halten sich in hilfloser Lage in diesem Waldstück auf! Gefahr im Verzug!

Nachdem die Einsatztaktik klar war und die Suche begann, zeigte sich schnell, dass die zur Verfügung stehenden Einsatzmittel (aufgrund von Krankheit und Urlaub standen nicht alle Rettungshunde zur Verfügung) für das riesige Waldgebiet zu gering waren. So wurde sehr genau abgewogen, wo die Prioritäten für die Suche zu setzen waren.

Mitten in der Übung dann ein Ernstfall. Ein Mann verletzt sich bei Holzarbeiten mit einer Kettensäge am Arm! Glück im Unglück, dass dies nur wenige Meter von unserer Suchmannschaft entfernt passierte. Sofort wurde die Person erst-versorgt und über Funk ein Rettungswagen angefordert. Damit dieser den Wald nicht befahren musste, wurde der Verletzte durch unseren Ortsbeauftragten zu einem nahe gelegenen Parkplatz gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben. Nun konnte die Übung fortgesetzt werden.

Am Ende der Suche konnten alle drei „Vermissten“ wieder zurück in unsere Unterkunft gebracht werden, wo noch ein gemeinsames Mittagessen auf dem Plan stand.

Unterm Strich war es ein wunderschöner Tag im Wald, der uns Erfolge beschert, aber auch Defizite aufgezeigt hat, an denen wir nun arbeiten können.

Wie gut die die Defizite bearbeitet werden konnten, wird die nächste Übung zeigen…sie ist bereits in Planung.

Ein ganz großes Danke an die tapferen Versteckpersonen, die auf Isomatten liegend, eingehüllt in viele Schlafsäcke und Decken, lange auf dem kalten Waldboden ausgeharrt haben und ebenso an unseren Ortsbeauftragten, der sich gründlich den Kopf zerbrochen hat, wie er uns und unseren Zugführer mit dieser Übung am besten herausfordert.


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